Erste Seite steht • Trainingsmodul vorbereitet
Struktur angelegt, Platzhalter gesetzt, Video‑ und Bildordner verknüpft. Nächster Schritt: erste Trainingsclips einpflegen (1–2 min), dann Jahres‑Timeline füllen.
Hier dokumentiere ich Yuliya´s Weg nach ihrem ersten Reha‑Aufenthalt: wie wir trainiert haben, wie wir Schritt für Schritt ins Training reingewachsen sind, welche Fortschritte wir erzielt haben und welche Beobachtungen ich gemacht habe. Ich habe einige Videos, die ich früher aufgenommen habe, und werde einige Trainingseinheiten nachstellen, um den Verlauf möglichst anschaulich zu machen.
Struktur angelegt, Platzhalter gesetzt, Video‑ und Bildordner verknüpft. Nächster Schritt: erste Trainingsclips einpflegen (1–2 min), dann Jahres‑Timeline füllen.
Als Yuliya nach ihrer ersten Reha wieder nach Hause kam, hatte ich zunächst große Angst, den Aufgaben nicht gewachsen zu sein. Doch bald merkte ich: Zuhause konnte ich für sie mehr tun als irgendwo sonst. Hier erzähle ich, wie wir das Training aufgebaut haben – Schritt für Schritt.
Hier binden wir den Avatar (HeyGen) ein, der Yuliyas Weg aus dem Wachkoma und die Bedeutung des Trainings erklärt. Darunter folgen die neuesten YouTube-Videos.
Im Dezember 2010 kam Yuliya nach fast einem Jahr in der Klinik und Reha nach Hause. Sie war noch stark eingeschränkt, aber für mich war das der Beginn eines neuen Kapitels.
Neben ihren regelmäßigen Therapien – Logopädie, Physio und Ergo – habe ich auch selbst täglich mit meinem Schatz trainiert. Wir haben ausprobiert, was möglich ist, kleine Fortschritte gefeiert und viel dazugelernt.
Hier eine kleine Zusammenfassung, wie alles begann – mit den ersten Trainingsaufnahmen aus dem Jahr 2011.
[Original 2011] Umsetzen vom Rollstuhl – wichtiger Alltagsschritt für Selbstständigkeit.
[Original 2011] Lauftraining – erste Schritte mit Unterstützung.
[Original 2011] Lauftraining (Fortsetzung) – ruhiger, mehr Kontrolle.
[Original 2011] Training am MOTOmed – passive/assistive Aktivierung.
[Original 2011] Treppe runter – erste gesicherte Stufen mit bewusster Fußsetzung und Kontrolle.
[Original 2011] Greifübungen mit Brot – erste koordinierte Bewegungen der betroffenen Hand.
[Original 2011] Haltetraining – Konzentration auf Fingerkraft und Kontrolle.
[Original 2011] Alltagsbewegungen – Schneiden, Halten und Stabilisieren im Sitzen.
Neben dem körperlichen Training begann Yuliya im Sommer 2011 auch mit gezielten Logopädie-Übungen. Ziel war es, die Mundmotorik, Artikulation und Atemsteuerung zu verbessern. Diese Einheiten waren oft anstrengend, aber entscheidend, um wieder Kontrolle über Sprache und Mimik zu gewinnen.
[Original 2011] Erste Sprachübungen – gezielte Lippen- und Zungenbewegungen.
[Original 2011] Atem- und Lauttraining – bewusste Steuerung der Atmung beim Sprechen.
[Original 2011] Übungen mit Silben und Lauten – Konzentration auf Artikulation.
[Original 2011] Fortschritte – langsam erkennbare Lippenbewegungen und Reaktionen.
Im Jahr 2012 setzten wir das Bioness-System ein – elektrische Nervenstimulation zur Aktivierung des Fußhebers. Die Impulse (kleine, spürbare Stromstöße) halfen beim Anheben des Fußes, wurden von Yuliya jedoch als unangenehm empfunden; Stabilität musste weiterhin aktiv gehalten werden. Nach einigen Versuchen entschieden wir uns gegen den weiteren Einsatz und legten den Fokus auf natürliches Training und Gleichgewicht.
[Original 2012] Tests mit Bioness – elektrische Impulse aktivieren den Fußheber beim Gehen.
[Original 2012] Gehen an der Mauer – Fokus auf Gleichgewicht und Haltung.
[Original 2012] Kontrollierte Schritte – Stabilität bleibt die Hauptaufgabe.
[Original 2012] Stufen steigen – bewusste Fußsetzung, viel Konzentration auf Balance.
Im Jahr 2013 begannen wir mit dem Radtraining. Unseren orthopädischen Schuh hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht – daher wurde Yuliyas rechter Fuß mit einer stabilisierenden Stange fixiert, um das Treten zu ermöglichen. Das Dreirad unterstützte sie zusätzlich mit einem Akku – ein wichtiger Schritt, um wieder Bewegung und Gleichgewicht zu trainieren. Auch wenn das Radfahren Yuliya großen Spaß machte, mussten wir uns später dagegen entscheiden: der Platzbedarf war zu groß und der Wendekreis zu unpraktisch für den Alltag.
[Original 2013] Erstes Radtraining mit fixiertem Fuß und Akku-Unterstützung.
[Original 2013] Laufbandtraining im Keller – gesichert an der Decke; Schritt für Schritt zur Stabilität. Hier trug Yuliya erstmals den orthopädischen Schuh, der das Sprunggelenk stützte.
Im Jahr 2014 klappte das Laufen schon deutlich besser.
Yuliya trug nun erstmals einen speziell angepassten orthopädischen Schuh, der das
Sprunggelenk stabilisiert und verhindert, dass ihr rechter Fuß beim Gehen wegknickt.
Der Schuh gibt ihr Sicherheit und ermöglicht, sich beim Laufen ganz auf die Bewegung zu konzentrieren. Besonders praktisch ist der BOA-Verschluss: Yuliya muss die Schuhe nicht binden – stattdessen lässt sich der Schuh mit einem Drehmechanismus präzise schließen und wieder öffnen. Das ist wichtig, da ihre rechte Hand eingeschränkt ist und sie den Schuh so mit nur einer Hand sicher verschließen kann.
In einem separaten Beitrag stelle ich euch den Schuh vor, für den wir uns dauerhaft entschieden haben.
[Original 2014] Treppentraining – gezieltes Anheben und Platzieren des rechten Fußes. Nach jeder Laufbandeinheit sind wir gemeinsam die Treppe hinaufgegangen. Dieses Ritual wurde zu einem wichtigen Teil des Trainings – hier zeigte sich deutlich, wie viel Kontrolle und Kraft Yuliya zurückgewonnen hatte. Mit der Zeit konnte sie das rechte Bein selbstständig anheben – ein großer Fortschritt und ein sehr bewegender Moment.
[Original 2014] Lauftraining – erste Schritte mit neuem Schuh in Spanien.
[Original 2014] Gleichgewicht und Stabilität – Yuliya läuft konzentriert, aber sicher.
Der Lokomat hat für uns einen unvorstellbaren Wert. Yuliya kommt hier aus dem Rollstuhl heraus – ihr ganzer Körper wird bewegt. Durch diesen gleichmäßigen Bewegungsablauf wird das Skelett vollständig bewegt, der Kreislauf angeregt und das Immunsystem gestärkt. Außerdem können verloren gegangene Funktionen durch das wiederholte Gehen neu abgelegt und trainiert werden. Für uns ist dieses Training ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Mobilität und Selbstständigkeit.
[Original 2017] Lauftraining mit dem Lokomat – Yuliya steht, läuft und trainiert den gesamten Körper unter sicherer Führung.